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Mainpost, Nr. 183, Franken & Bayern, Freitag, 10.8.2001

Verstärkt in kleine Wohngruppen
St. Josefs-Stift Eisingen setzt künftig mehr auf dezentrale Unterkünfte

Eisingen (POW) Die Behinderteneinrichtung Sankt Josefs-Stift in Eisingen (Lkr. Würzburg) setzt in Zukunft auf dezentrale Wohngruppen für ihre Patienten. Anstatt mehrere Millionen Mark für Sanierungen auszugeben, werden künftig laut Dr. Ullrich Spielmann, Geschäftsführer der Sankt Josefs-Stift GmbH, geeignete Wohnhäuser angekauft.

"Bei unseren vier großen Heimhäusern werden die Fassaden saniert und wir werden das Bewegungsbad modernisieren, aber die zweite Säule unserer Einrichtung werden Wohngruppen in verschiedenen Gemeinden", erklärt Spielmann. Die Kosten für die Bauvorhaben würden auf zehn Millionen Mark geschätzt. Für den Erwerb neuer Gebäude wurden dem Stift Mittel der "Aktion Mensch" und aus einem Sonderprogramm des Freistaats zugesprochen.

Das Förderhaus im Stift gehört zu den Gebäuden, die nicht mehr saniert werden. Es kann laut Spielmann nicht mehr als Wohnhaus genutzt werden und soll eventuell zur Tagesstätte umfunktioniert werden.

"Das dezentrale Wohnen bietet alle Vorteile der direkten Integration in den Gemeinden", sagt der Geschäftsführer. Im Herbst 1998 sei das erste Projekt mit dem Haus "Sommergarten" in Hettstadt entstanden. In dem ehemaligen Hotel wohnen 14 Menschen mit verschiedenen Behinderungsgraden: "Wir versuchen gemischte Gruppen unterzubringen, damit sich die Bewohner gegenseitig unterstützen können." Die Einbindung in das Gemeindeleben sei reibungslos verlaufen und besonders in der Nachbarschaft seien besonders schnell Kontakte entstanden.

Die Großeinrichtung auf dem Stiftsgelände mit 315 Bewohnern sei künftig weder haltbar, noch so effektiv wie das dezentrale Wohnen. Die gesuchten Häuser sollten nicht weit von der Eisinger Werkstatt liegen.


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letzte Aktualisierung:16.8.2001
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