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| Epikanthus: Hautfalte am inneren Augenwinkel |
Der Epikanthus ist eine Hautfalte, die
Teile der Nase-zugewandten Lidspalte bedeckt. Der Epikanthus kann in drei
unterschiedliche Typen eingeteilt werden:
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Der einfache Epikanthus
stellt eine Konfiguration dar, bei der die Hautfalte-ausfüllende Gewebemenge
ober- und unterhalb des inneren Augenwinkels gleich ist.
Beim Epikanthus tarsalis ist der
Hautanteil im Oberlidbereich größer als im Unterlidbereich.
Beim Epikanthus inversus (palpebralis) ist der Hautanteil im Unterlidbereich größer. |
Der Epikanthus tarsalis ist die für asiatische Menschenrassen typische Hautfalte, während der Epikanthus inversus die sowohl für Menschen mit Down-Syndrom als auch für "normale" Neugeborene spezifischere Hautkonfiguration darstellt. Während die Hautfalte bei "normalen" Neugeborenen durch Wachstum von Nasenrücken und Gesicht bald wieder verschwindet, ist sie bei Kindern mit Down-Syndrom häufig markanter ausgeprägt und bleibt längere Zeit erkennbar. Die Epikanthus inversus wird mit einer Häufigkeit von 4 bis 100% in verschiedenen Studien angegeben. Er verschwindet bzw. bildet sich bei vielen Patienten mit Down-Syndrom mit zunehmendem Alter zurück, so daß er jenseits des zehnten Lebensjahres nur noch mit einer Häufigkeit von unter 10% angegeben wird.
Quelle: Dr. Wolfgang Storm (1995). Das
Down-Syndrom, Medizinische Betreuung vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter.
Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Seite 202f)
| letzte Aktualisierung: 22.3.2000 |