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Menschen mit Down-Syndrom, Eltern & Freunde e.V.

Lebensrecht vs. Euthanasie Home  |  Suchen

Bei Menschen mit geistiger Behinderung wurde und wird immer wieder die Frage nach der "Lebensberechtigung" gestellt. Auf dieser Seite sollen fortlaufend Artikel, Informationen  und Literaturverweise gesammelt werden, die sich mit Ethik sowie Lebensrecht- und Euthanasie-Fragen beschäftigen.

Ethik / Bioethik
Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft in Berlin - IMEW
Neun Organisationen aus dem Bereich der Sozialverbände sowie der Verbände der Behindertenhilfe (darunter die Lebenshilfe e.V. Bundesvereinigung) und -selbsthilfe haben sich zusammengetan, um die Möglichkeiten und Gefahren der modernen Biotechnologien wissenschaftlich zu behandeln und in die öffentliche Diskussion einzubringen. Sie gründeten das neue Institut "Mensch, Ethik und Wissenschaft" (IMEW) in Berlin. Das Ethik-Institut wird finanziell unterstützt durch die Aktion Mensch.

Das Institut "Mensch, Ethik und Wissenschaft" hat am 1. Oktober 2001 seine Arbeit aufgenommen und

Außerordentlich lesenswert ist die Rede "Der Mensch hat nicht Wert, der Mensch hat Würde" von Bischof Prof. Dr. Franz Kamphaus (Limburg) zur Eröffnungsveranstaltung des Institutes Mensch, Ethik und Wissenschaft am 1. März 2002 in Berlin.
 

Was ist "Bioethik"?
Eine ausführliche Definition von "Bioethik" gibt die Enzyklopedia Britannica.

Großbritannien

USA
1982 löste die Entscheidung eines Arztes in den USA noch größere Aufregung aus: Er befolgte die Wünsche der Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom und führte eine für das Baby notwendige lebensrettende Operation nicht aus. Die Entscheidung des Arztes wurde vom obersten Bundesgericht ("Supreme Court") von Indiana bestätigt und das Baby starb, bevor beim obersten Bundesgerichtshof der USA Berufung eingelegt werden konnte (Quelle: Bioethik-Beitrag der Enzyklopedia Britannica):

Frankreich

Deutschland
Einen Höhepunkt der deutschen Bioethik-Diskussion entfachte das sogenannte "Oldenburger Baby": Ende 1997 sollte ein Kind mit Down-Syndrom in der 26. Schwangerschaftswoche mittels einer mit Prostaglandin eingeleiteten Geburt "spätabgetrieben" werden. Der Junge überlebte die Spätabtreibung, blieb ca. neun Stunden medizinisch ohne Versorgung und lebt jetzt bei einer Pflegefamilie.

In grossem Umfang brach die Bioethik-Diskussion erneut 1999 auf: In Zittau, einer sächsischen Kleinstadt wird der damalige Chefarzt der Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Kreiskrankenhauses verdächtigt, am 23. April 1999 einem Kind, das in
der 29. Schwangerschaftswoche seine Abtreibung überlebte, mehrere Minuten lang eigenhändig Mund und Nase zugedrückt und es so getötet zu haben (sh. dazu einen Artikel der WELT vom 20.12.99).

Ebenfalls wurde seit 1998 intensiv und kontrovers das Menschenrechtsübereinkommen zur Biomedizin (= sog. Bioethik-Konvention) diskutiert, insbesondere die darin geforderte Erlaubnis der fremdnützigen Forschung an einwilligungsunfähigen Menschen (Art. 17 der Bioethik - Konvention). Die Erlaubnis der fremdnützigen Forschung an einwilligungsunfähigen Menschen in Art. 17 der Biomedizin-Konvention verstößt u.E. gegen das sogenannte bindende Völkerrecht der Vereinten Nationen. Der Internationale Pakt über politische und bürgerliche Rechte, dem die Bundesrepublik Deutschland 1973 beigetreten ist sagt in Art.7 eindeutig:
 
"Insbesondere darf niemand ohne seine freiwillige Zustimmung medizinischen oder wissenschaftlichen Versuchen unterworfen werden." 

Der Universalitätsgrundsatz des Völkerrechts verbietet es, behinderte Menschen von diesem Menschenrechtsschutz auszunehmen und von ihnen ein "Sonderopfer" für die Forschung zum Wohl der Allgemeinheit zu fordern.

Zur Problematik medizinischer Forschung an Menschen mit Down-Syndrom am Beispiel des St. Josef-Stifts in Eisingen bei Würzburg:

Pränataldiagnostik
Empfehlenswerte Literatur
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"Gegenstimmen": Online-Artikel
Hier möchten wir unkommentiert Artikel publizieren, die ganz andere Vorstellungen über das Lebensrecht unserer Kinder mit Down-Syndrom, über Bioethik und Pränataldiagnostik haben, als wir.

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letzte Aktualisierung: 20.04.2006
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