Auf dieser Seite sammeln wir Informationen
und Artikel zur Entwicklung von Kindern mit Down-Syndrom, zu
Fördermöglichkeiten
und Therapieformen.
Wir schicken dieser Seite voraus:
Stimmt das: "Je mehr Therapie und
Förderung,
desto besser (die Entwicklung)"?
Wir halten dies Aussage für falsch
und sehr überprüfenswert. Therapien und
Fördermaßnahmen
sollten sehr genau überlegt und nur bei eindeutiger Indikation
eingesetzt
werden. Sinn und Nutzen von Therapie und Förderung sollte
regelmäßig
überprüft werden. Therapie und Förderung sollte immer
dahingehend
hinterfragt werden, wie und ob sie nicht besser in den Alltag (zu
Hause,
Kindergarten, Hort, etc.) in die natürliche Umgelbung des Kindes
eingebaut
werden kann, anstatt sie isoliert in extra Institutionen, bei
Therapeuten,
in konstruierten Umgebungen stattfinden zu lassen. Auch Kinder mit
Behinderung
brauchen genug Alltag und Freizeit, Möglichkeit zum einfach
So-Sein,
völlig unabhängig von Förderung und Therapie. Unsere
Kinder
(mit Behinderung) dürfen auch Kinder (mit Behinderung) sein. Dies
bedeutet keineswegs, dass Therapie oder Förderung
"überflüssig"
ist. Sie sollte nur klar begründet, so alltagsnah wie möglich
sein und immer kritisch überprüft werden.
klare Benennung von
Förder-/Therapiezielen,
Erarbeitung von Förderplänen und definierte
Überprüfung
des Erreichten
Wir vermissen häufig, dass für
unsere Kinder gemeinsam mit Eltern Förder- und Therapieziele klar
schriftlich festgelegt werden, wir vermissen häufig dazu passende
Förderpläne und noch häufiger fehlt die
regelmäßige
Überprüfung, das Innehalten, was erreicht wurde und was nicht.
Noch häufiger fehlt, dass derartige
Ziele und Förderpläne TherapeutInnen-übergreifend von
einem
Team von Fachpersonen unterschiedlicher Provenienz zusammen mit den
Eltern
erarbeitet werden.
Kooperation von Eltern und
Fachleuten
Die Einschätzungen und
Wahrnehmungen
von Eltern sind wichtig und sollten klar berücksichtigt werden.
Bedenken
von Eltern - selbst wenn sie falsch sein sollten - sind ernst zu nehmen
und zu thematisieren. Eltern sind zuerst Eltern, aber nicht
CotherapeutInnen!
"Alternative" Therapien /
Fördermöglichkeiten
Viele Eltern versuchen Wege
außerhalb
der gängigen Therapie- und Förderformen, außerhalb der
klassischen Schulmedizin und Sonderpädagogik. Fachleute sollten
dies
ernst nehmen, nicht von vorne herein ablehnen, sich damit offen und
(selbst-)kritisch
auseinandersetzen, und wo möglich wissenschaftliche Studien dazu
lesen
oder gar durchführen.
Eltern sollten sich die Ansichten und
Argumente dafür offener Fachpersonen ebenso offen und
(selbst-)kritisch
anhören und bedenken, ernst nehmen.
Links zu Entwicklung, Förderung,
Therapien
von Kindern mit Down-Syndrom