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Veitshöchheim (GZ) In Pension gegangen
ist Lutwin Temmes, der Leiter der pädagogischen Frühförderstelle
für Würzburg Stadt und Land in Veitshöchheim. Die Einrichtung
ist seit 1993 im Mittelbau des Kavaliersgebäudes in gemeindlichen
Miträumen mit einer Nutzfläche von rund 600 Quadratmeter quasi
in unmittelbarer Nachbarschaft des Rathauses untergebracht. Temmes verabschiedete
sich bei Bürgermeister Rainer Kinzkofer und dankte ihm für die
gute Zusammenarbeit. Als seine Nachfolgerin stellte er die Sozialpädagogin
Annette Cramer vor.
Die gebürtige Westfälin, die
über das Internet von der bundesweit ausgeschriebenen Stelle erfahren
harte, ist in Veitshöchheim keine Unbekannte. Vor gut zehn Jahren
wirkte sie bereits als Erzieherin im benachbarten Bilhidiskindergarten,
leitete dann über drei Jahren einen Kindergarten in Höchberg
und war ab 1996 wieder in ihrer Heimat in Essen mit der Leitung einer Einrichtung
des Deutschen Kinderschutzbundes betraut.
Sie übernimmt eine Einrichtung, die entwicklungsauffälligen und behinderten Kindern und ihren Familien von der Geburt an bis zum Schuleintritt möglichst frühe und sinnvolle Hilfen anbietet. Träger dieser seit 1982 im Raum Würzburg in dieser Form bestehenden Institution sind im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft der Verein Körper- und Mehrfachbehinderte e.V., die .Lebenshilfe für geistig Behinderte für Würzburg und Umgebung e.V. und der Sozialdienst katholischer Frauen. Je zwei Vertreter dieser Träger bilden ein Kuratorium als Leitungsorgan, die Geschäftsführung und die Verwaltung liegt beim Diakonischen Werk. Mit 27 Beschäftigten ist die Frühförderstelle inzwischen eine der größten in Bayern.
Wie Temmes dem Bürgermeister berichtete, kommen jährlich etwa 370 Kinder in der Regel über den Kinderarzt, sehr oft aber auch auf Empfehlung des Kindergartens zur differenzierten Diagnostik. Es sind Kinder, die in ihrer körperlichen, geistigen, sprachlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung Unterstützung brauchen. Von diesen kann die Institution jedoch nur die Hälfte kontinuierlich betreuen und fördern. Es sind Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung, Anfallsleiden, Wahrnehmungs-, Koordinations-, Teilleistungs- und Konzentrationsstörungen, Sprach- und Verhaltensproblemen, hyperaktive und gehemmte Kinder.
Dementsprechend vielseitig muss auch die
Qualifikation der Mitarbeiter in der Frühförderstelle sein. Neben
zwei Ergotherapeutinnen, acht Heilpädagoginnen und drei Physio-therapeutinnen
sind eine Logopädin, eine Motopädin, zwei Diplom-Psychologen,
ein Sonderschullehrer, zwei Sozialpädagoginnen und eine Kinderärztin
im Einsatz.
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| letzte Aktualisierung: 13.4.2002 |
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