Kinder
Integrativer Kindergarten e.V.

Konzept
Integration im Regel-Kindergarten
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Quelle: Dorothea Gollwitzer, Jacqueline Erk, Gabi Amend-Tiedemann, Barbara Reich-Scholz, Wolfgang Trosbach, Integrativer Kindergarten e.V.
Bukaresterstr. 9, 97084 Würzburg; publiziert in KiTa aktuell BY, Nr. 2/2001, Februar 2001, S. 28.33, ISSN 0936-5982
 
 

Inhaltsübersicht
1. Eltern
2. Kindergarten-Team
3. Pädagogik
4. Allgemeine Rahmenbedingungen
5. Förderung
6. Integrativer Fachdienst

 

Im folgenden Konzept werden aus wechselnder Perspektive der unterschiedlichen Beteiligten (Eltern von Kindern mit Behinderung/Kinder mit Behinderung, Kindergarten-Team, externes Fachpersonal, Integrations-Fachdienst) - und deshalb teilweise redundant - wesentliche Grundlagen und Voraussetzungen für tragfähige Integrations-Arbeit im Regelkindergarten aufgeführt. Um die konkrete Umsetzung und um begleitende Qualitätssicherung zu erleichtern, wurden die notwendigen Grundlagen und Voraussetzungen an vielen Stellen im Text als konkrete Vereinbarungen im Sinne von Struktur-, Prozess - und Ergebnisqualitäts-Parametern formuliert.
An einigen Stellen (insbesondere Finanzierung) bezieht sich das Konzept primär auf die spezifische Situation im Regierungsbezirk Unterfranken und ist ggf. noch an spezifische Vorgaben anderer Regierungsbezirke zu adaptieren.

1. Eltern
Auf alle Kindergarten-Eltern kommen bei integrativer Kindergartenarbeit neue Anforderungen zu: Sie werden täglich mit der Verschiedenartigkeit von Bedürfnissen und Möglichkeiten ihrer Kinder konfrontiert und müssen mit daraus resultierenden Gefühlen umgehen. Ihre Kinder bringen neue Erfahrungen und Fragen mit (z.B. warum ist das eine Kind so und das andere anders?). In Folge davon werden Eltern mit gesellschaftlichen Werten und Normen in Bezug auf Normalität, Behinderung und Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen konfrontiert. Die löst häufig eine Reflektion eigener Haltungen, Einstellungen, Menschenbilder und pädagogischer Zielsetzungen aus.
Für Eltern von Kindern mit Behinderung stellt sich darüber hinaus die Frage der Verläßlichkeit integrativer Arbeit im Regelkindergarten sowie die Frage, ob eine adäquate spezifische Förderung des Kindes gegeben ist.

1.1. Eltern von Kind mit Behinderung und KiGa-Team

1.2. Eltern von Kind mit Behinderung 2. Kindergarten-Team

2.1. Grundsatzentscheidung des KiGa für Integration

Das Kindergartenteam fällt intern eine klare schriftliche Grundsatzentscheidung für eine längerfristige integrative Kindergartenarbeit. Diese Entscheidung ist konzeptionell von allen Kindergarten-MitarbeiterInnen zu tragen, auch von denen, die nicht unmittelbar in einer integrativen Kindergartengruppe arbeiten. Integration ist erfahrungsgemäß als ein umfassender Prozess zu sehen, der ganz bestimmte Anforderungen und Aufgaben an die MitarbeiterInnen und die gesamte Einrichtung stellt.

2.2. Anforderungen an Kindergarten-Mitarbeiterinnen

2.3. Erforderliche Ressourcen

Dem Kiga-Team müssen für diese zusätzlichen Erfordernisse zur Verfügung stehen:


3. Pädagogik

3.1 Grundsatzentscheidung

Mit der Grundsatzentscheidung für integrative Arbeit verpflichtet sich die Einrichtung zur Entwicklung eines pädagogischen Konzeptes, welches das gemeinsame Leben und Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ermöglicht und unterstützt.

3.2. Pädagogische Gedanken

3.3. Anregungen für den pädagogischen Alltag 4. Allgemeine Rahmenbedingungen

Einrichtungen müssen über eine ausreichende räumliche, technische und personelle Ausstattung verfügen. Die Vorbereitung und andauernde Fortbildung sowie Praxisbegleitung der pädagogischen Mitarbeiterinnen muss sichergestellt sein und möglichst schon bei der Ausbildung berücksichtigt werden.

Räumliche Voraussetzungen

Personal Gruppenzusammensetzung Externes Fachpersonal Elternarbeit Interdisziplinäre Zusammenarbeit Finanzen 5. Förderung

5.1. Grundsätzliches
Externe Fachperson kann werden, wer

5.2. Allgemeines 5.3. Ablauf


6. Integrativer Fachdienst

Für jede Region eines Regierungsbezirkes (in Unterfranken z.B. Bayerischer Untermain, Würzburg, Main-Rhön) wird eine Fachkraft für Integration benötigt, die möglichst an eine bereits bestehende Institution anzubinden ist (z.B. an Frühförderstelle, Schulvorbereitende Einrichtung oder Kindergartenfachdienste der Träger von Kindergärten).

Diese Fachfrauen/-männer für Integration stehen eigenverantwortlich in ihrer Region den Regel-Kindergärten in Fragen der Integration zur Verfügung. Sie sind zur Zusammenarbeit untereinander verpflichtet und haben Gelegenheit zum (supervidierten) Reflektieren ihrer Arbeit.

Zentrale Aufgabe des Fachdienstes ist

Der integrative Fachdienst erhält eine Anschub-Finanzierung durch den  Bezirk. Die Deckung der laufenden Kosten ist im Pflegesatz zu berücksichtigen.

Der Fachdienst versteht seine Arbeit als einen auf die jeweilige Situation, auf das spezielle Umfeld und auf die beteiligten Personen orientierten dynamischen, sich kontinuierlich entwickelnden Prozess. Dies bedeutet eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Konzeption von Integration. Der Fachdienst ist übergeordnet für alle integrativ arbeitenden Regel-Kindergärten zuständig und ist für diese eine verpflichtende Beratungsinstanz.

Der Fachdienst

Jedem regionalen Fachdienst sind zur Verfügung zu stellen Voraussetzungen für MitarbeiterInnen des Fachdienstes sind Literatur Konzeptionelle Redaktion

Dorothea Gollwitzer, Jacqueline Erk, Gabi Amend-Tiedemann, Barbara Reich-Scholz, Wolfgang Trosbach

Integrativer Kindergarten e.V.
Bukaresterstr. 9
97084 Würzburg
Tel. 0931/661116
Fax 0931/661116

Email: info@trisomie21.de


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letzte Aktualisierung: 16.12.2001
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