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Innenstadt (WBA) Seit vier Jahren schon gibt es mit dem "Schülercafé Olé" ein vielbeachtetes Kooperationsprojekt der Hauger und der Christophorus-Schule. Jetzt wurde ein Videofilm über die Zusammenarbeit von Haupt- und Förderschülern vorgestellt.
Videofilm über Schülercafé von Hauger und Christophorus-Schule
Bereits 1993 ist die Werkstufe der Christophorus-Schule,
einer Förderschule zur individuellen Lebensbewältigung, aus Platzgründen
in Räume der Hauger Volksschule eingezogen. Die Werkstufe entspricht
einer Berufsschule. 1997 dann wurde das Projekt "Café Olé"
gestartet: Jeden Mittwoch treffen sich Schüler der achten Klasse der
Hauger Volksschule und der Christophorus-Werkstufe, um Mitschüler
zu bewirten. Dabei werden neben Getränken auch selbst zubereitete
Speisen serviert: Jeweils von 10.30 Uhr an wird gemeinsam gekocht und gebacken.
Bis 14 Uhr hat das Café geöffnet. Eine solche Kooperation zwischen
Haupt- und Förderschule sei "ziemlich selten", erklärte Sonderschullehrerin
Hiltrud Eckl, die gemeinsam mit Fachlehrerin Ruth Römig das Projekt
leitet. Solche Projekte gebe es ansonsten nur mit Grundschulen.
Die elf beteiligten Förderschüler
seien 16 bis 19 Jahre alt, die 15 Hauptschüler 14 bis 15 Jahre. "Durch
die gemeinsame Arbeit sind ganz viele Vorurteile abgebaut worden, berichtete
sie. Aus dem Nebeneinander beider Schulen sei ein "Miteinander-Leben, -Lernen,
-Arbeiten und -Feiern" geworden, meinte der für die Hauptschulen im
Stadtbereich Würzburg zuständige Schulamtsdirektor Walter Rauh.
"Ihr seid in ganz Bayern bekannt", sagte Karl Heinz Stern, Leitender Regierungsschuldirektor für die Förderschulen in Unterfranken. Die Botschaft der Schüler laute: "Miteinander geht es besser." "Es ist wirklich etwas Einmaliges", betonte der für die Förderschulen zuständige Schulamtsdirektor Heinz Hoffmann. Wegen besonderer Leistungen erhalte das "Café Olé" vom Kultusministerium eine Prämie von 400 Mark.
Die Uraufführung des Films bedeutet
nach den Worten von Helmut Fries, dem Rektor der Hauger Volksschule, dass
"andere erfahren, wie gut Ihr Eure Arbeit gemacht habt". Gedreht hat den
Film Förderlehrer Jürgen Schultheis von der Zellerauer Volksschule.
Die Musik zum Film stammt vom Rektor der Volksschule Leinach, Jürgen
Blendinger. Zehn Kopien des Films liegen zum Ausleihen für andere
Schulen bereit.
Nach der Uraufführung hatte das "Café
Olé" wie jeden Mittwoch geöffnet. Die Schüler waren mit
Begeisterung dabei. Alexander Terhorst (Christophorus-Schule) erzählte,
er habe durch das Projekt das Kochen gelernt. Martina Misetic (Hauger Schule)
meinte, sie habe durch ihre Mitarbeit gelernt, die Förderschüler
einfach als Menschen zu betrachten "und nicht als Behinderte".
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| letzte Aktualisierung:15.12.2001 |
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