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| Fortbildung Gebärdenunterstützte Kommunikation |
Frau Prof. Etta Wilken
Universität Hannover, Fachbereich Erziehungswissenschaften I
Gebärdenunterstützte Kommunikation (GuK) bei sprachentwicklungsverzögerten und nicht-sprechenden Kindern bis zum Schuleintrittsalter mit besonderem
Schwerpunkt Down-Syndrom
Mittwoch, 29. März 2000
14.00-18.00 Uhr
Frühförderstelle Würzburg - Stadt und Land
Anmeldung und Veranstaltungsort
Frühförderstelle Würzburg - Stadt
und Land
Erwin-Vornberger-Platz 2
97209 Veitshöchheim
Tel. 0931/9 80 81-0
Fax 0931/9 80 81-40
Email info@trisomie21.de
Veranstalter und Organisation
Thematik
Die kindliche Entwicklung wird von vielfältigen
Faktoren geprägt, die in einem interdependenten Zusammenhang zu sehen
sind. Vor allem einer gelingenden Eltern-Kind-Interaktion kommt
dabei eine besondere Bedeutung zu. Aus behinderungsbezogenen oder syndromspezifischen
Gründen kann jedoch bei Kindern gerade diese förderliche Interaktion
gefährdet sein.
Deshalb gewinnen Förderansätze Bedeutung, die eine Unterstützung der erschwerten Interaktionen zwischen Eltern und ihrem Kind ermöglichen und kooperatives und kommunikatives Verhaltens erleichtern. Ein solches Verständnis von Förderung hat nicht nur zum Ziel, die Folgen der Behinderung zu vermindern, sondern will vielmehr die gesamten Auswirkungen auf Lebensqualität und Wohlbefindens des Kindes und seiner Familie berücksichtigen. Lebensqualität beginnt mit der Gestaltung gemeinsamer Handlungs- und Spielmöglichkeiten im Lebensraum des Kindes, seiner Familie und Umwelt. Wenn das Kind sich selbst als handelnde Person erleben kann, die in ihrer Umwelt etwas bewirkt, das Befriedigung schafft und Anerkennung findet, kann eine günstige Entwicklung eher gelingen. Das gilt besonders für die Förderung der sprachlichen Fähigkeiten.
Deshalb wird in der Frühförderung hörender Kinder mit spezifischen Problemen beim Spracherwerb und beim Sprechen die Gebärden unterstützte Kommunikation (GuK) als eine wichtige ergänzende Hilfe eingesetzt. GuK bezeichnet ein System, das gerade jüngeren Kindern den Zugang zur gesprochenen Sprache erleichtern soll. Dabei werden nicht alle gesprochenen Wörter und vor allem nicht alle grammatischen Strukturen (Fälle und Mehrzahlbildungen) gebärdet, sondern nur die bedeutungstragenden Wörter. Die inhaltliche Erschließung von Mitteilungen wird dadurch erleichtert und die Visualisierung durch die Gebärden ermöglicht dem Kind ein besseres Verstehen.
Diese Fortbildung mit Frau Prof. Wilken vermittelt
grundlegende Theorie und Praxis der GuK. Für InteressentInnen ist
in Ergänzung zu dieser Einführungsveranstaltung eine vertiefende
Weiterbildung mit Fr. Prof. Wilken geplant.
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| letzte Aktualisierung: 6.4.2000 |