Menschen mit Down-Syndrom... Eltern und Freunde e.V.

Weitere Informationen zur Geschichte des Umgangs mit Behinderung

Geschichte des Umgangs mit Behinderung - leidmedien.de

Auf der Website von leidmedien.de findet sich eine Übersicht mit vielen Quellen-Angaben und Links zur Geschichte des Umgangs mit Behinderung:

https://leidmedien.de/geschichte/zur-geschichte-des-umgangs-mit-behinderung/

 

Archäologie und Anthropologie des Down-Syndroms

Die Unsichtbaren. Menschen mit Trisomie 21 in Archäologie und Anthropologie
Uta Halle, Cathrin Hähn, Swantje Krause, Ben Krause-Kyora, Michael Nothnagel, Dmitriy Drichel & Joachim Wahl
online publiziert: 24. Okt. 2019

Quelle online hier ...

Dieser Fach-Artikel ist besonders spannend bzgl. seiner Entstehungsgeschichte:
"Die hier vorgestellte Forschung entstand durch die Fragen von Menschen mit Trisomie 21 aus dem Team der Touchdown-Ausstellung, wie Menschen mit Down-Syndrom in der Vergangenheit gelebt haben."

Menschen mit Trisomie 21 sind nur selten in der archäologischen Gräberfeldliteratur zu finden und die Zuschreibung der Chromosomenanomalie erfolgte bei der anthropologischen Untersuchung bislang ausschließlich über morphologische Merkmale an Schädeln. Im Zusammenhang mit der Ausstellung „Touchdown: Eine Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom“ der Bundeskunsthalle Bonn erfolgte 2016 weltweit erstmals eine Überprüfung von Verdachtsfällen an archäologischem Skelettmaterial auf Trisomie 21 mit einer aDNA-Analyse. Hierzu wurden zwei Individuen beprobt, bei denen aufgrund ihrer morphologischen Besonderheiten das Vorliegen dieser Chromosomenanomalie vermutet wurde. Die Untersuchung der aDNA erbrachte überraschende Ergebnisse, beide untersuchten Skelette wiesen keine Trisomie 21 auf.

 

Carl Pototzky, jüdischer Kinderarzt (Berlin): "A revision of the prognosis in mongolism" (1942)

Der vor dem Nationalsozialismus in die USA emigrierte jüdische Kinderneurologe Dr. Carl Pototzky hat zusammen mit Austin Grigg 1942 einen sehr spannenden Artikel zum Down-Syndrom publiziert, in dem er z. B. belegte, dass der IQ viel variabler bei Menschen mit Down-Syndrom ist, als das von der damaligen Wissenschaft (z.B. von Pernrose, von Kanner und Goddard) angenommen wurde. Auch belegte er, dass bei entsprechender Förderung viel höhere kognitive und soziale Entwicklungsmöglichkeiten erreichbar sind, als im Kontext "mongoloide Idiotie" zu erwarten wäre. Pototzky schlug vor, den Begriff / die Diagnose "Mongoloide Idiotie" abzuschaffen.

Hier der Original-Artikel (englisch) ...
Pototzky, C. & Grigg A. E. (1942) American Journal of Orthopsychiatry, A revision of the prognosis in Mongolism, S. 503-510

(vielen Dank an Prof. i. Ruhestand, H.-M. Straßburg, Würzburg, für den Hinweis auf diesen Artikel).

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