Menschen mit Down-Syndrom... Eltern und Freunde e.V.

Pränataldiagnostik

Schwangerschaft ist heute für werdende Eltern in Ländern wie Deutschland ohne umfassende technologische Überwachung der Wachstumsprozesse kaum noch denkbar. Von Tests und Ultraschall erhoffen sich Ärzt*innen und Eltern "Sicherheit" für ein gesundes Kind. Wird jedoch eine Diagnose wie das Down-Syndrom gestellt, finden sich Mütter und Väter mit der schweren Aufgabe konfrontiert, über Fortsetzung oder Abbruch der Schwangerschaft entscheiden zu müssen.

Nach unterschiedlichen Quellen entscheiden sich um die 90-95 % der Eltern/Mütter, die nach pränataldiagnostischem Befund ein Kind mit Down-Syndrom erwarten, für einen Schwangerschaftsabbruch.

Übersichtsartikel zu Pränatal-Diagnostik (Chrismon)

Hier ein guter Hintergrunds-Artikel zum aktuellen Stand von Pränatal-Diagnostik (und auch Prä-Implantations-Diagnostik), den Chrismon veröffentlicht hat:

Claudia Keller, 1.2.2019, Chrismon

Viele Tests, keine Garantie
Werdende Eltern sorgen sich, ob ihr ungeborenes Kind gesund ist. Vorgeburtliche Untersuchungen können viele Fragen beantworten - aber nicht alle

Hier zum gut recherchierten Übersichts-Artikel zu Pränataldiagnostik ...

Stellungnahme "Gegen Diskriminierung von Menschen mit Trisomie 21"

Verschiedene Down-Syndrom-Organisationen - auch unser Verein vertreten über das Down-Syndrom-Netzwerk Deutschland - haben sich in einer Stellungnahme am Welt-Down-Syndrom-Tag 2015 zusammen mit der Lebenshilfe Bundesvereinigung gegen Reihenuntersuchung mit dem "Praena-Test" zu Wort gemeldet.

Down-Syndrom-Fachverbände und die Lebenshilfe wenden sich dabei entschieden gegen den Einsatz des sogenannten Praena-Tests als Reihenuntersuchung. Bei dieser Vorsorge-Untersuchung lässt sich durch eine Blutentnahme bei der werdenden Mutter bereits in der frühen Schwangerschaft das Vorliegen einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) feststellen. Der Praena-Test wurde in Deutschland im Sommer 2012 zugelassen.

Hier kommt Ihr zur Stellungnahme "Gegen Diskriminierung von Menschen mit Trisomie 21" ...

Schwangerschaft, Pränatal-Diagnostik - Lebenshilfe Bundesvereinigung

Lebenshilfe Bundesvereinigung

Pressemitteilung vom 10.4.2019 zur Präna-Test-Bundestagsdebatte
Warum haben viele Menschen so große Angst vor dem Down-Syndrom?

 

Untersuchungen in der Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft ist eine Zeit der Vorfreude und Ungewissheit. Vor allem die Entwicklung und die Gesundheit des Babys sind wichtig. Deshalb gibt es zahlreiche Untersuchungen in der Schwangerschaft. Dazu zählt auch die Pränataldiagnostik. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten, Risiken und Gefahren.

Positionspapiere der Bundesvereinigung Lebenshilfe

Präimplatations-Diagnostik, Lebenshilfe Bundesvereinigung (2010)

Vorgeburtliche Untersuchungen im Besonderen Testverfahren auf das Vorliegen eines Down-Syndroms

Mein Name ist Hanna. Ich bin im 7. Monat schwanger - einsmehr.org

"Mein Name ist Hanna. Ich bin im 7. Monat schwanger, eine sog. „Erstgebärende“. Ein Junge, wenn die Ärzte sich nicht ganz stark irren. Wenn mein Kleiner im Juli geboren wird, werde ich schon 30 Jahre alt sein. Ich weiß, dass ich damit  noch keine „Risikoschwangere“ bin – trotzdem nicht mehr die Jüngste und bei einem Kind soll es ja nicht bleiben. Bei meiner zweiten Untersuchung beim Gynäkologen hat er mich gefragt, ob ich eine Nackenfaltenmessung durchführen lassen wollte. Ich hatte keine Ahnung, was das genau ist und ob ich das möchte."

ZEIT: Wer darf leben?

Ein langer Beitrag der ZEIT (nominiert 2015 für den Grimme online Preis) zu Pränataldiagnostik:

Wer darf leben?

22. Januar 2015 zuletzt aktualisiert am 13. Mai 2015
Von Sven Stockrahm, Alina Schadwinkel und Dagny Lüdemann

Zwei Jungen mit Down-Syndrom: Benjamin lebt, Luca ist tot. Entschieden haben das ihre Eltern. Ein Dilemma, in das Tests vor der Geburt immer mehr Paare stürzen.

Dieses Multimedia-Dossier setzt sich zusammen aus Text, einigen Video-Interviews sowie erklärenden Grafiken z.B. zur Pränataldiagnostik sowie zur Entstehung einer Trisomie 21 bei der Zellteilung.

Übersicht:

  •  "Wir haben unseren Sohn getötet"
  •  Diese Tests können Schwangere machen
  •  Benjamin hat das Down-Syndrom
  •  Wer darf leben?

Hier kommt Ihr zu dem hervorragenden, aber emotional nicht einfachen Beitrag der ZEIT ...

Diesen Beitrag gibt es auch in einer Version in leichter, verständlicherer Sprache ...

Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik

Das Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik ist ein Netzwerk von Expertinnen und Experten. Es besteht aus Einzelpersonen und Institutionen aus der Schwangeren-  und Schwangerschaftskonfliktberatung, aus Gynäkologie und Geburtshilfe, der Bildungsarbeit, Politik und Wissenschaft. Zum Netzwerk gehören Behindertenverbände und Gruppen der Behindertenselbsthilfe. Uns verbindet eine grundsätzlich kritische Haltung gegenüber der Pränataldiagnostik mit ihren selektiven Zielen.

  • Wir mischen uns ein in gesellschaftliche Debatten zu Pränataldiagnostik, Präimplantationsdiagnostik, zu genetischen Tests in der Schwangerschaft, zur Medizintechnik.
  • Wir sind eine öffentliche Gegenstimme zur weit verbreiteten Akzeptanz der neuen medizinischen Techniken.
  • Wir initiieren kritische Diskurse, um auf die gesellschaftlichen Probleme der neuen Medizintechniken aufmerksam zu machen.
  • Wir engagieren uns für umfassende Information und Aufklärung, die Menschen unterstützen will, einen eigenen Umgang mit den vielfältigen Angeboten an Tests und Untersuchungen zu finden.

Viele wichtige Informationen findet Ihr über die Website des Netzwerks, bei dem wir Mitglied sind ...

Aktuelles & Termine

Treffen

Jeden dritten Dienstag im Monat, 20:00 Uhr, Nebenzimmer der Gaststätte "Nikopolis / Zum Katzenberg" (Zobelweg 1, 97084 Würzburg-Heidingsfeld).

Aktuelles: Das Treffen am 20. August 2019 findet statt!